Pressemeldung zum 25.01.

Presseerklärung des Tübinger Bildungsstreiks vom Montag, 24. Januar 2011

Kundgebung mit Filmen auf dem Tübinger Holzmarkt

Am Dienstag, dem 25. Januar 2011 wird der Tübinger Bildungsstreik den Holzmarkt ab 19 Uhr für kurze Zeit in ein Freilicht-Kino verwandeln. Gezeigt werden Kurzfilme, die bei den weltweiten Bildungsprotesten entstanden sind.

Seit einer Woche brennt in Baden-Württemberg das Protestfeuer des landesweiten Bildungsstreiks. Entfacht hatten es am Montag vergangener Woche die Bildungsstreik-AktivistInnen in Freiburg. Seitdem ist es symbolhaft in Form zweier Feuertonnen über Weingarten, Sigmaringen und Mannheim weitergezogen und wird am heutigen Montag in Heidelberg erwartet, bevor es am Dienstag im Rahmen der landesweiten “Protestfeuer”-Kampagne auch in Tübingen Station macht.

Ab 19 Uhr wird es zur Begrüßung kurze Redebeiträge unter anderem von Aktiven des Bildungsstreiks sowie von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) geben. Im Anschluß daran werden auf einer Leinwand bei der Stiftskirche verschiedene Kurzfilme von den weltweiten Bildungsprotesten der letzten Jahre gezeigt.

Damit es den TeilnehmerInnen der Kundgebung dabei nicht zu kalt wird sollen Feuertonnen und Glühwein für die nötige Wärme sorgen. Warme Kleidung wird aber dennoch empfohlen.

Die zentrale Forderung des Bildungsstreiks ist nach wie vor die Durchsetzung freier Bildung im gesamten Bildungssystem: Egal ob an Kitas, Schulen, Hochschulen oder Ausbildungsstellen. Dazu müssen sämtliche Gebühren- und Zulassungsbeschränkungen abgeschafft werden, um nicht zuletzt auch sogenannten “bildungsfernen Schichten” den Zugang zu Bildung und die Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Darüber hinaus fordert der Bildungsstreik die Demokratisierung der Hochschulen durch die Wiedereinführung einer verfassten Studierendenschaft mit (allgemein)politischem Mandat und Finanzhoheit, sowie die Einführung einer Viertelparität in den Gremien der Hochschulen.

Thematischer Schwerpunkt der Kundgebung wird die Auseinandersetzung mit Repression und Polizeigewalt sein, wie sie die SchülerInnen einer Bildungsstreik-Demonstration am 30. September vergangenen Jahres im Suttgarter Schloßpark erleben mußten. Doch Repression geschieht auch im viel kleineren Maßstab, etwa wenn die Teilnahme von SchülerInnen an einer Bildungsstreik-Demonstration während der Schulzeit von der Schulleitung sanktioniert wird.

Im Sommer 2009 waren zum ersten Mal unter dem Motto “Bildungsstreik” 270.000 Menschen in ganz Deutschland auf der Straße. Wenige Wochen vor der Landtagswahl am 27. März 2011 wollen die AktivistInnen des baden-württembergischen Bildungsstreiks mit ihrer Kampagne an die Proteste der letzten Jahre erinnern und die Bildungspolitik als wichtiges landespolitisches Thema erneut auf die Agenda setzen.

Nach dem Halt in Tübingen wird das “Protestfeuer” über Karlsruhe, Ludwigsburg und Pforzheim weiterziehen, bis die lokalen Proteste am Samstag, dem 29. Januar schließlich um 16 Uhr bei einer Großdemo in Stuttgart zusammenfinden.

Die landesweite “Protestfeuer”-Kampagne wird auf der Website des baden-württembergischen Bildungsstreiks unter www.bildungsstreik-bawue.de dokumentiert.
Weitere Informationen zum Tübinger Bildungsstreik finden sich unter www.tuewas.org.

Für Rückfragen erreichen Sie das lokale Presse-Team am besten per E-Mail an bildungsstreik-tue@fsrvv.de oder auch telephonisch unter der Nummer 0176-75 68 28 12.

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