Website zur Besetzung

Um die Bildungsstreik-Website etwas übersichtlicher zu gestalten und alle wichtigen Infos zu Besetzung des Kupferbaus leicht auffindbar zu strukturieren, wurde ein neues Blog für die Besetzung aufgemacht.

Sonderseite zur Kupferbau-Besetzung

Das neue Blog zur Besetzung findet sich unter

http://kupferbau.ernst-bloch-uni.de

13 Kommentare zu „Website zur Besetzung“

  1. Twitgeridoo sagt:

    Wird ja immer besser hier.. :)

  2. Raphael sagt:

    Hallo an Alle:

    die Pressearbeit müsste verbessert werden: ich habe den Eindruck, dass die Menschen, die nicht studieren, kaum etwas über unsere Proteste wissen. Werde dies auch beim nächsten Plenum einbrinen. ich denke dass dies wichtig wäre, besonders auch wenn wir bald gerämt werden sollten.

    Grüße,

    Raphael

  3. Rebecca sagt:

    Heute waren wir bei den SWR3 News, es wurde explizit die Universität Tübingen erwähnt. Also langsam merkt die Außenwelt ein wenig was von uns :-)

  4. SJ sagt:

    Ich würde euch ja prinzipiell unterstützen, da zumindestens einige der Forderungen sehr berechtigt sind. Dass das aber alles im Namen der “Ernst-Bloch-Universität” geschehen muss und nicht im Namen der EK-Uni finde ich aber etwas übertrieben und für meine innere Einstellung zu extrem. Welchen Grund gibt es, dass das alles im Namen von Ernst Bloch geschehen muss?

  5. Andi sagt:

    Der Name der Uni ist bei dieser Sache völlig drittrangig. Ob die Uni jetzt EB-Uni oder EK-Uni heißt: Letztenendes geht es um Problemanalyse und Beseitigung von Problemen und da kann der Name nun mal nichts ausmachen.

    Warum der Name Eberhard-Karls-Uni abgelehnt wird: Bei den beiden Eberhard und Karl, handelt es sich um völlig amoralische Menschen aus vergangener Zeit. Eberhard im Barte hat zwar die Uni gegründet, wurde aber auch darüber hinaus durch seinen krassen Antisemitismus bekannt. Er war derjenige, der sämtliche Juden aus der Stadt vertrieb und zwar im Jahre der Gründung. Der andere, Herzog Karl Eugen, verkaufte seine Untertanen an ausländische Kriegsherren, um seinen Prunk und die hohe Karlsschule in Ludwigsburg zu finanzieren. Er war auch derjenige, der es fast geschafft hatte, die Uni Tübingen zugunsten der Hohen Karlsschule ausbluten zu lassen, zog aber im letzte Moment die Handbremse und förderte die Uni (mit Geldern aus dem Verkauf der Söldner).

    Wer war Ernst Bloch? Ernst Bloch war Philosophie-Professor in Tübingen und Kommunist. Er floh aus der DDR, weil ihm der dortige Kommunismus zu autoritär war. In Tübingen solidarisierte er sich mit kritischem Wohlwollen mit den Studierendenprotesten, wofür symbolisch die Faust zum Gruße steht. Kurz nach seinem Tode scheiterte ein studentischer Antrag auf Umbenennung der Universität in Ernst-Bloch-Uni an nur 2 (oder 3) Stimmen Unterschied im damaligen Großen Senat.

  6. SJ sagt:

    Völlig drittrangig ist der Name der Uni dabei natürlich nicht. Mir ist die Geschichte der einzelnen Persönlichkeiten durchaus präsent. Und obwohl ich mich als sehr weltoffenen Menschen bezeichnen würde und mich zu 500% nicht in ein antisemitisches Lager zähle, so identifiziere ich mich doch mit der Eberhard-Karls-Universität. Und aus ebendiesem Grund identifiziere ich mich eben nicht mit einer Ernst-Bloch-Universität, die für mich viel mehr das strikte Dagegensein des (extrem) linken Lagers der Studenten ausdrückt. Damit ein Streik effektiv ist, sollte man sich doch darum bemühen, Rückhalt aus der gesamten Studierendenschaft zu erhalten – ich persönlich glaube, dass es noch sehr viel mehr Studierende geben würde, wenn das alles eben nicht im Namen der EB-Uni bzw. der (extrem) linken Studierenden geschehen würde, sondern im Namen aller.

    Ich weiß, dass dies Anliegen sind, die man im Plenum hätte hervorbringen sollen und können – leider war ich in der letzten Woche abends durchgängig verhindert, von daher Bitte ich um Nachsicht, dass ich das nun hier anspreche. ;-)

  7. honk sagt:

    große klasse: zu stören, wenn andere prüfungen haben!! das nenn ich mal einen sinnvollen streik. was wollt ihr eigentlich? mit samthandschuhen angefasst werden??? keine prüfungen mehr schreiben? wenn euch die prüfungen dermaßen streßen: wie wollt ihr dann jemals außerhalb der uni überleben??? das leben besteht halt nicht nur aus yoga und kiffen, chillen und täglich bis 10 auszuschlafen.

  8. honk sagt:

    by the way: grüßt mir die mlpd!

  9. Johnny sagt:

    Lieber honk,
    zunächst einmal:
    was wir wollen kannst du auf dieser Seite (wenn du auf den Link “Forderungen des Bildungsstreiks” klickst; http://bildungsstreik.fsrvv.de/forderungen-des-bildungsstreiks/2009/11/13/) nachlesen.
    Wie du hier erfahren kannst, ist keine Rede von der Abschaffung von Prüfungen, der Legalisierung von Marihuana oder ähnlichem, sondern es geht uns um konkrete Verbesserungen der Lehre und um ein gerechteres Bildungssystem; also Dinge, die im Grunde jeden Studierenden etwas angehen.
    Während der 7-Tage-Besetzung des Kupferbaus haben sich dort Workshops gebildet und Gruppen zusammengefunden, die über diese Themen diskutiert und Forderungen verfasst haben. Diese waren frei zugänglich für alle Studierenden (ungeachtet ihrer politischen Couleur oder Meinung) und haben eine meiner Meinung nach beispiellose Aktivität entfaltet, die ohne jeden Alkohol- oder Drogenmissbrauch zu sehr interessanten Ergebnissen führte.
    Des weiteren geht die Organisation des Bildungsstreiks in keiner Weise von der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands oder irgend einer anderen politischen Partei aus, sondern entstand aus der Mitte der (kritischen) Studierendenschaft und ist auch nicht mit irgendeiner Partei liiert.

    Übrigens: Die Aufgabe der Universität sowie jeder anderen Bildungseinrichtung kann es meiner Meinung nach nur sein, auf das Arbeitsleben und einen kritischen Umgang mit den Verhältnissen in unserer Gesellschaft vorzubereiten, jedoch nicht, Studierende und Schüler demselben oder teilweise noch höherem Druck auszusetzen, wie sie ihn später möglicherweise im Berufsleben antreffen;
    denn so würde sich das Bildungssystem auf eine soziale Auslesefunktion reduzieren und nicht mehr auf das Vermitteln von Wissen konzentrieren.

    Liebe Grüße,
    Johnny

  10. T. sagt:

    @honk:
    Bei Dir ist der Name wohl Programm.

  11. Andi sagt:

    @ honk: Wer richtig gelernt hat, den interessieren Störungen nicht.
    @ SJ: Wenn du schreiben würdest, du identifizierst dich mit der Universität Tübingen, dann würde ich dir das in keinem Fall in Abrede stellen. Mit Blick auf die beiden Namensgeber würde ich mich nie mit der EK-Uni identifizieren. Schlicht und einfach Uni-Tübingen reicht mir. Es gibt ja auch nur eine in Tübingen.

  12. Studi sagt:

    Ich habe mir eure Forderungen durchgelesen und muss sagen, dass ihr euch leider oftmals widersprecht: so fordert ihr zB Bildung für alle, verurteilt aber, dass einige Studiengänge nun zulassungsfrei und überlaufen sind! Durch solche Äußerungen verhindert ihr einen geschlossenen Protest, da viele sich damit nicht identifizieren können. Des Weiteren fordert ihr zwar viel, aber konkrete Lösungsvorschläge vermisse ich ihn euren Flyern etc. Ich meine klar, läuft bei und an der Uni nicht alles rund, aber man kann auch nicht alles auf einmal ändern, oder? Sollte man bei dem Protest nicht step-step Neuerungen, Verbesserungen etc. fordern?

    Dass ihr an der Ernst-Bloch-Uni studiert und das in deren Namen macht irritiert mich sehr. Dadurch schiebt ihr den gesamten Protest auf eine gewisse (linke) politische Schienen. Kein Wunder, dass sich ein Großteil der Studierenden nicht daran beteiligen will, schließlich ist diese Politische Linie ja sicherlich nicht jedermans Sache und deshalb geht das Ganze meiner Meinung nach dann auch in eine falsche Richtung. So wird es nie einen geschlossenen Ptotest geben! Von außen betrachtet macht der Protest so eher den Eindruck, als ob es ums feiern gehen würde und hauptsache man hat was zu demonstrieren. Da wundert es nicht, dass zwar darüber berichtet wird, aber dass man dadurch auch ernstgenommen wird ist eine ganz andere Frage.

  13. T. sagt:

    @studi:
    Es ist nicht widersprüchlich eine angemessene Betreuung und genug Platz für Studierende zu fordern und zugleich gegen Zugangsbeschränkungen zu sein. Es ist eher eine Frage der zureichenden Finanzierung der Universitäten.
    Und die Geschichte mit “links” oder nicht “links”, ist ganz einfach: Das Plenum setzt sich aus politisch sehr heterogenen Menschen zu sammen, die aus allen möglichen Richtungen kommen. Wohin die Reise geht, bestimmen die, die dort sind. Also: Kommen und Mitdiskutieren.
    Und Party hat bisher dort gar keine statt gefunden. Das ist einfach eine Fehlinformation. Es ist vielmehr so, dass viele Leute dort rund um die Uhr arbeiten, da wäre “feiern” eher kontraproduktiv.